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Aktuelles

Hier erfahren Sie kurz und knapp wissenswerte Änderungen und Neuigkeiten in den Bereichen Steuern, Rechnungswesen, Lohnwesen und Treuhand.
Haben Sie weitere Fragen oder bestehen Unklarheiten, so kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

25.09.2017

Update 1/17

Das Update von TreuhandSuisse behandelt in Kurzform wichtige Neuigkeiten und aktuelle Herausforderungen im unternehmerischen Alltag. In der Ausgabe 1/17 werden folgende Themen behandelt:

  • Überdenken von Pensionskassenlösungen
  • Nachfolgeprozess
  • Vor- und Nachteile des Opting-Outs
  • Schliessen von Deckungslücken bei der Unfallversicherung

Die komplette Ausgabe finden Sie hier.

Haben Sie Fragen zu den einzelnen Themen oder möchten Sie ausführliche Informationen? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

07.12.2016

FABI-Umsetzung

Ab 1.1.2016 wird die FABI-Vorlage umgesetzt und beschränkt den jährlichen Fahrkostenabzug zwischen Arbeitsort und Wohnort auf CHF 3‘000 auf Ebene direkte Bundessteuer und im Kanton Bern auf CHF 6‘700 auf Ebene Kantons- und Gemeindesteuer. Ein Arbeitnehmer der täglich zwischen Bern und Biel (49 km) mit seinem Privatauto pendelt, konnte bis 2015 folgende Fahrkosten im Formular 6 der Steuererklärung geltend machen:

Kilometer pro Tag*Arbeitstage pro Jahr*Kilometeransatz= 98 km * 220 Tage * 70 Rp/km = CHF 15‘092.00

Ab 2016 kann der Arbeitnehmer jedoch den Fahrkostenabzug nur noch in der Höhe von CHF 3‘000.00 bei der direkten Bundessteuer bzw. CHF 6‘700.00 bei Kantons- und Gemeindesteuer geltend machen und sein steuerbares Einkommen erhöht sich dadurch um die Differenz. Komplizierter wird die Lage für Arbeitnehmer, denen der Arbeitgeber ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung stellt. Wie bisher müssen sie 9.6% vom Anschaffungswert des Fahrzeuges als geldwerte Leistung (Privatanteil Fahrzeug) versteuern (Ziff. 2.2. im Lohnausweis). Ausserdem ist das Feld F im Lohnausweis anzukreuzen (siehe Randziffer 9 in der Wegleitung zum Lohnausweis). Der Privatanteil deckt nur die geldwerte Leistung für den Privatgebrauch ab, jedoch nicht den geldwerten Vorteil für den bezahlten Arbeitsweg. Neu müssen die Arbeitnehmer diesen geldwerten Vorteil in Ziff. 2.21 in Formular 2 der bernischen Steuererklärung deklarieren.
Wenn im oben geschilderten Fall der Arbeitnehmer unentgeltlich ein Geschäftsfahrzeug für den Arbeitsweg benützt, muss er neben dem Privatanteil noch folgenden Betrag als steuerbares Einkommen versteuern:

 

Direkte Bundessteuer

Kantons- und Gemeindesteuer

Geldwerter Vorteil für Arbeitsweg

CHF 15‘092.00

CHF 15‘092.00

-FABI Pauschale

CHF -3‘000.00

CHF -6‘700.00

Zusätzliches steuerbares Einkommen

CHF 12‘092.00

CHF 8‘392.00

Anders verhält sich die Situation für Aussendienstmitarbeitende, die mit dem Geschäftsfahrzeug direkt vom Wohnort zum Kunden fahren. Für diese muss der Arbeitgeber in Ziff. 15 (siehe Randziffer 70 der Wegleitung zum Lohnausweis) der prozentuale Anteil der Aussendiensttage angeben, wobei folgende Regeln gelten:

  • Als Aussendiensttag gelten diejenigen Tage, wo der Arbeitnehmer vom Wohnort direkt zum Kunden fährt und vom Kunden direkt wieder zum Wohnort.
  • Fährt der Angestellte mit dem Geschäftsfahrzeug zuerst zur Arbeitsstätte und erst dann zum Kunden und am Abend direkt vom Kunden zum Wohnort, so gilt dies als halber Aussendiensttag. Ebenso, wenn der Aussendienstmitarbeiter morgens vom Wohnort zum Kunden und vom Kunden zur Arbeitsstätte fährt.
  • Home-Office Tage gelten als Aussendiensttage.
  • Erwerbsunterbrüche (Mutterschaft, Krankheit, RS, etc.) sind ebenfalls in Ziff. 15 mit der exakten Dauer zu deklarieren.

Bei der Berechnung des prozentualen Anteils werden die Aussendiensttage in Prozent des Totals von 220 Arbeitstagen angegeben. Bei Teilzeitarbeit berechnet sich der Anteil Aussendienst in Prozenten des Beschäftigungsgrades.

Um die Arbeitgeber zu entlasten, stellt die Steuerverwaltung alternativ eine Berufsgruppenliste zur Verfügung, bei der Pauschalen angegeben sind. In Ziff. 15 des Lohnausweises ist Folgendes zu deklarieren:

  • Anteil Aussendienst XX% effektiv
  • Anteil Aussendienst XX% pauschal nach Funktions-/Berufsgruppenliste

Wichtig ist zu bemerken, dass der Gesetzgeber nicht definiert was als Aussendienst gilt.

Wenn der Arbeitgeber im obigen Beispiel in Ziff. 15 einen Anteil Aussendienst von 40% deklariert (also 60% am Arbeitsort), ergibt dies folgenden steuerbaren geldwerten Vorteil:

Bei der direkten Bundessteuer: (98 km * 220 Tage * 70 Rp/km * 60%) - CHF 3'000.00 = CHF 6’055.20

Bei den Kantons- und Gemeindesteuern (Bern): (98 km * 220 Tage * 70 Rp/km * 60%) - CHF 6'700.00 = CHF 2’355.20

Bei den Kantons- und Gemeindesteuern sind die jeweiligen kantonalen Bestimmungen zu beachten. Nicht betroffen von dieser neuen Regelung sind selbständig Erwerbende und diejenigen Personen, welche der Quellensteuer unterliegen.

16.09.2016

Update 2/16

Die neue Ausgabe des Update von unserem Berufsverband Treuhand Suisse gibt einen kurzen Überblick über folgende Themen:

  • Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform III
  • Die Vorteile eines Vorsorgeauftrags für Geschäftsinhaber
  • Überblick über die neue MwSt-Info 08 "Privatanteile"

Die vollständige Ausgabe finden Sie hier.

15.04.2016

Update 1/16

Die aktuelle Ausgabe von Update, der Branchenzeitschrift unseres Verbandes Treuhand Suisse beinhaltet:

  • Grundlegende Änderungen im Zahlungsverkehr
  • Meldepflicht für Aktionäre und GmbH-Inhaber
  • Optimierung der Steuerlast für Immobilieneigentümer
  • Änderung des Abzuges von Aus- und Weiterbildungskosten

Die vollständige Ausgabe finden sie hier.

13.02.2016

Arbeitszeiterfassung

Nach Artikel 46 des Arbeitsgesetztes (ArG) ist der Arbeitgeber verpflichtet alle Unterlagen aus denen die Einhaltung des ArG und seinen Verordnungen hervorgeht den Behörden zur Verfügung zu stellen. Daraus ergibt sich die Pflicht des Arbeitgebers zur Dokumentation der Arbeitszeiten. Ab 1. Januar 2016 stehen für diese Dokumentation drei Systeme zur Verfügung:

a)   Systematische Zeiterfassung
Das ist die Standardregel und umfasst alle Arbeitnehmer, die den Arbeitszeitbestimmungen unterstellt sind.

b)   Vereinfachte Zeiterfassung
Diese Regelung kann auf alle Angestellten angewendet werden, die mindestens 25% ihrer Arbeitszeit frei bestimmen können.

c)   Verzicht auf Zeiterfassung
Ein Verzicht auf Arbeitszeiterfassung ist nur bei Angestellten mit mindestens 50% frei bestimmbarer Arbeitszeit und einem Bruttolohn von mehr als CHF 120‘000 möglich. Ausserdem muss dies in einem Gesamtarbeitsvertrag festgehalten werden.

Die Dokumente zur Arbeitszeiterfassung müssen während fünf Jahren aufbewahrt werden und dienen als Nachweis zur Einhaltung der Arbeitszeit und der Überstunden. Der Arbeitgeber kann die Aufzeichnung an seine Arbeitnehmer delegieren; die Verantwortung für die Einhaltung der Arbeitszeiterfassung einschliesslich der Anforderungen an die Dokumentation verbleibt aber beim Arbeitgeber.

Ausführlichere Informationen sind beim SECO zu finden.

27.01.2016

Neue Beitragssätze AHV/IV/EO und Anhebung des maximal versicherten Verdienstes

Per 1. Januar 2016 sinkt der Beitragssatz der EO von 0.5% auf 0.45% des AHV-pflichtigen Bruttolohnes. Der Beitragssatz an die AHV/IV/EO beträgt somit neu 10.25%. Dieser wird hälftig Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden belastet. Der Lohnabzug bei Arbeitnehmenden ist somit neu 5.125% für AHV/IV/EO. Der ALV-Beitragssatz bleibt unverändert 2.2%.

Bei der obligatorischen Unfallversicherung ist neu der versicherte Verdienst von CHF 126'000 auf CHF 148'200 erhöht worden. Ebenso wird die Arbeitslosenversicherung (ALV) neu bis zur Höchstgrenze von CHF 148'200 erhoben. Für Lohnanteile über CHF 148'200 wird unverändert die ALV von 1% erhoben.

27.12.2015

Konsequenzen der FABI-Vorlage

Am 9. Februar 2014 wurde die FABI-Vorlage zur Finanzierung und zum Ausbau der Eisenbahninfrastruktur angenommen. Die Annahme dieser Vorlage hat weitgehende steuerliche Konsequenzen für natürliche Personen. Die Abzugsberechtigten Kosten zwischen Wohn- und Arbeitsort wurden auf der Ebene Bundessteuer auf maximal CHF 3'000 festgesetzt. Viele Kantone haben ebenfalls eine Begrenzung der abzugsfähigen Fahrkosten festgelegt. Bis anhin konnte ein Pendler mit einem Arbeitsweg (hin- und zurück) von 20 Km bei einem Kilometeransatz von CHF 0.70 und 220 Arbeitstagen, Fahrkosten in der Höhe von CHF 3'080 steuerlich geltend machen. Ab 1.1.2016 kann ein Pendler noch maximal CHF 3'000 geltend machen. Noch viel drastischere Auswirkungen hat die Vorlage auf Arbeitnehmer, die vom Betrieb ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen. Zusätzlich zu den 9.6% vom Anschaffungswert des Fahrzeuges, der als Lohnbestanteil versteuert wird, muss die Differenz zwischen den Kosten des Arbeitsweges und der FABI-Pauschale neu als Einkommen versteuert werden.

15.12.2015

Update 3/15 von Treuhand Suisse

Die aktuelle Ausgabe von Update unseres Branchenverbandes Treuhand Suisse beschäftigt sich mit den Themen:

  • Flexible Pensionierung
  • Aufbewahrungspflicht der Geschäftsbücher
  • Anhang der Jahresrechnung im neuen Rechnungslegungsrecht
  • Anhebung der Obergrenze in der Unfallversicherung
  • Änderung des EO-Abzuges

Besonders hervorzuheben ist, dass ab dem Geschäftsjahr 2015 alle juristischen Personen verpflichtet sind einen Anhang gemäss Art. 959c Abs. 1 und 2 OR zu erstellen.
Desweiteren wird der Abzug für die Erwerbsersatzordnung kleiner. Eine Übersicht über die aktuellen Sozialversicherungsbeiträge und -leistungen finden sie hier.